Die Welt ist nicht genug

Eigentlich ist es ganz einfach. Alle wissen es. Wenn wir mehr verbrauchen, als wir haben, ist alles irgendwann zu Ende.

Öl. Wasser. Böden. Phosphor. Bienen. Ökosysteme.

Wer die Wälder Kanadas anschaut oder das Kongobecken in Zentralafrika, den Pazifik oder die Steppen der Mongolei, glaubt im Unendlichen zu leben. Aus der Unendlichkeit bedienen sich die Menschen seit Zehntausenden, seit Millionen Jahren. Ist das Gras gefressen, ziehen die Nomaden mit ihren Tieren weiter. Ist das Öl versiegt, bohren wir woanders, tiefer, gefährlicher, mit neuen Techniken. Ist das Land unfruchtbar, roden wir den Wald. Wird das Wasser knapp, leiten wir Flüsse um und graben tiefere Brunnen. Wir verschieben Grenzen. Das hat sehr lange funktioniert und nichts oder wenig gekostet.

Aber der Planet hat Grenzen.

Planetary Boundaries

Originalgrafik: Will Steffen et al., 2015. Übersetzung von BMUB

Menschen finden nur innerhalb relativ enger bio-physikalischer Grenzen Rahmenbedingungen vor, die für sie Leben ermöglichen.

Um zu überleben, muss die Menschheit den Zustand des Planeten innerhalb dieser ökologischen Belastungsgrenzen erhalten.

Dieser „safe oprating space“ für die Menschheit lässt sich schon durch neun (mit Unterkategorien 11) bio-physikalische Dimensionen sehr gut beschreiben. Diese Dimensionen innerhalb der beschriebenen, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Grenzbereiche halten das Erdsystem stabil.

Wird ein solcher Grenzbereich überschritten, besteht die Gefahr irreversibler und plötzlicher Umweltveränderungen, die die Bewohnbarkeit der Erde für die Menschheit (stark) einschränken.

Namentlich sind dies folgende Dimensionen

  1. Klimawandel (atmosphärische CO2-Konzentration)
  2. Intaktheit (Integrität) der Biosphäre mit den Unterpunkten Genetische Vielfalt und Funktionale Vielfalt
  3. Stratosphärischer Ozonabbau
  4. Übersäuerung der Ozeane
  5. Phosphor- und Stickstoffkreisläufe
  6. Landnutzungswandel (Waldverlust, Versiegelung, Landwirtschaft)
  7. Süßwasserverbrauch
  8. "Novel entities" (Eintrag neuer Stoffe oder gentechnisch veränderter Arten)
  9. Luftverschmutzung durch Schwebstoffe (Aerosolbelastung)

Sieben der neun Dimensionen können teilweise quantifiziert werden. Vier haben bereits die Belastungsgrenze überschritten: Verlust biologischer Vielfalt, Klimawandel, Landnutzungsänderung und die biochemischen Flüsse von Stickstoff und Phosphor.


Projekte

Die GEA verfolgt ihre Ziele neben eigenen Maßnahmen über Projekte, die wir selbst und mit Partnerorganisationen umsetzen.

GREEN UP YOUR FUTURE ist eine deutschlandweite, interaktive Wanderausstellung, die anhand faszinierender Beispiele aus der Bionik zeigt, wie die Jobs der Zukunft aussehen: grün, nachhaltig, sinnvoll.

GREEN UP YOUR FUTURE spricht dazu junge Menschen dort an, wo sie sich gerne und aus freien Stücken aufhalten. Überraschende Beispiele aus der Bionik, interaktive Exponate, multimediale Screens und lebensgroße Darstellungen sympathischer Original-Protagonisten schlagen dabei die Brücke in die unterschiedlichen Lebenswelten junger Leute.

So lädt die Wanderausstellung ein zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit Ausbildungsberufen, mit Studiengängen und Weiterbildungsmöglichkeiten und deren „Greening“-Potenzial. Sie bietet ein weites Spektrum von Wissenswertem rund um grüne Jobs, in denen jede Menge Zukunft steckt.

Die Ausstellung haben wir zusammen mit BIOKON e.V. entwickelt. An allen Standorten führen wir begleitende Veranstaltungen durch, die das Thema Greening vertiefen.

Hier geht's zur Webseite guyf.de
Schema der Ausstellung
DBU Projekt: Systemisch Denken in der Berufsausbildung

DBU Projekt: Systemisch Denken in der Berufsausbildung

Die GEA entwickelt zusammen mit BIOKON e.V. Lehrformate und Module zur Vermittlung von systemischem Denken. Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von 2016 bis 2019 gefördert.

Bionische Innovationen können dort, wo sie eingesetzt werden, maßgeblich zur Energie- und Ressourceneffizienz beitragen – insbesondere auch bei der Entwicklung und Nutzung von Gebrauchsgütern; und das, ohne die Qualität oder Einsatzmöglichkeiten der Produkte zu verschlechtern.

Die Integration von Bionik-Know-how und entsprechender technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Denk- und Arbeitsweisen in die Berufsbildung ermöglicht es, interdisziplinäres Wissen und Nachhaltigkeitsbewusstsein an die Menschen zu bringen, die unser wirtschaftliches Handeln in naher Zukunft beeinflussen.

Das Ziel ist es, über verschiedene Lehrformate und -module mithilfe bionischer Beispiele und Prinzipien jungen Menschen zu vermitteln, wie sie selbst im Rahmen ihrer Berufswahl und -ausübung aktiv mitgestaltender Teil einer lebenswerten „grünen“ Zukunft werden können.
Logo DBU
Future4Nature

Future4Nature

Die GEA leitet die deutsche Country Unit zum Thema Future4Nature der GIZ-Innovation Factory.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt das Innovationsprojekt Innovation Factory durch. Aus der Beschreibung: "The programme is a worldwide partnership which demonstrates how actors can join forces and together tackle global challenges more sustainably in the future. Based on conditions that make innovations possible, the actors form networks around people’s ideas, implement appropriate solutions and scale these up for global agendas."

Im Themenfeld Future4 Nature geht es um nachhaltige Lösungen für die Erhaltung von Biodiversität und Ökosystemleistungen mit gleichzeitigem Nutzen für die lokale Bevölkerung. Die GEA entwickelt dazu federführend Projektvorschläge für internationale Förderer.

Über uns

Vision

Green Economy

Green Economy ist eine Wirtschaftsweise, die von einem neuen Paradigma ausgeht: wir machen nicht mehr, was wir wollen, sondern wir machen, was wir und leisten können. Die Grenzen unseres Wirtschaftens werden durch die verfügbaren natürlichen Ressourcen und die Wirkung unseres Handelns bestimmt. Schädliche Wirkungen durch Übernutzung von Flächen und Wasser, durch Abholzung von Wald, durch Überdüngung von Ackerflächen und durch Ausbeutung von Arbeitskraft werden vermieden.

Wir müssen also fair, gerecht und effizient handeln und wirtschaften. Wir dürfen nicht mehr Ressourcen verbrauchen, als die Ökossteme zur Verfügung stellen, und wir verteilen den erwirtschafteten Mehrwert gerecht.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP hat 10 Sektoren definiert, die auf grünes Wirtschaften umstellen müssen. Die großen Bilder auf dieser Seite stehen exemplarisch für diese Sektoren:

  1. Gebäude, Bausektor
  2. Industrie und Handwerk
  3. Fischerei
  4. Landwirtschaft
  5. Forstwirtschaft
  6. Tourismus
  7. Wasser
  8. Energieversorgung
  9. Abfall
  10. Transport und Verkehr

Die Green Economy Academy ist ein auf umweltrelevante Innovationen spezialisierter „Hub“. Die Academy bringt neues Wissen, Trends und Best Practices schneller an Entscheider und Akteure. Unser Ziel ist es, damit den Umbau unserer Wirtschaft zur Green Economy zu beschleunigen.

Mission

Die Green Economy Academy arbeitet in Kooperation mit internationalen Expertise-Zentren. Wir finden vielversprechende Innovationen und Lösungsansätze und bringen sie in Lehre und Ausbildung. Damit leisten wir einen Beitrag zur Umsetzung von Green Economy-Zielen.

Die Green Economy Academy macht kreative Lösungen und erfolgreiche Projekte bekannt oder führt sie selbst durch. Sie bietet Investoren Gelegenheit, früh ökonomisches und soziales Innovationspotential zu erkennen und zu fördern.

Profil

Die Green Economy Academy wird von den Biologen und Umweltwissenschaftlern Dr. Frauke Fischer und Dr. Heinrich Schneider und der Ökonomin Dr. Hilke Oberhansberg getragen.

Dr. Fischer lehrt an verschiedenen Universitäten und beschäftigt sich als Dozentin für Internationalen und Angewandten Naturschutz an der Universität Würzburg mit Fragen der unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung für Biodiversität sowie innovativen Ansätzen des Ressourcenmanagements.

Dr. Oberhansberg ist Umweltmanagerin und promovierte Ökonomin. Im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit interessiert sie insbesondere der Mensch innerhalb und außerhalb von Organisationen, in seinem Tun und seinen Rollen als Mitarbeiter, Konsument und Akteur.

Dr. Schneider ist Umweltwissenschaftler und Biologe mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Soziobiologie, sektorübergreifende Bewertung gesellschaftlicher Indikatoren, Szenarien und Umweltprüfungsverfahren. Er bewertet und schätzt ein, wie heutige Entscheidungen zukünftige Entwicklungen beeinflussen.

Als Mentorin steht dem Team die renommierte Sozialwissenschaftlerin Dr. Maritta Koch-Weser zur Seite. Frau Koch-Weser engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten international für Umweltschutz, Armutsbekämpfung, und Sozialunternehmertum.

Die Green Economy Academy ist ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein.

Team

Dr. Hilke Oberhansberg

Vorstand und Projektmitarbeiterin

Dr. Heinrich Schneider

Vorstand und Projektleiter

Dr. Frauke Fischer

Fachliche Beraterin

Kontakt


Green Economy Academy e.V.
Finkenhofstraße 21
60322 Frankfurt